Dietrich Schwanitz: Bildung. Alles, was man wissen muss

Dieses Werk stellt einen einzigartigen Versuch dar, die gesamte europäische Kulturgeschichte auf weniger als 700 Seiten zu präsentieren. Schwanitz beginnt seine Reise mit der griechischen Mythologie, Ilias und Odysee, schwenkt über Rom und das Christentum ins Mittelalter und stößt dann vor in die Neuzeit. Er stellt die wichtigsten politischen Ereignisse, philosophische und religiöse Werke, Musik, Kunst und Literatur vor, die die europäische Geschichte ganz wesentlich geprägt haben. Das alles macht er recht knapp; in der Regel benötigt er für ein Thema knapp eine (!) Seite, sodass sich das Werk recht flüssig liest. Ganz im Gegenteil zu seinem berühmten Vorgänger von Egon Fridell, dessen europäische Kulturgeschichte stellenweise zäh und holprig geschrieben ist.
Die Kürze seines Werkes ergibt sich u.a. aus der europazentrischen Perspektive - Kulturen Afrikas, Asiens oder Amerikas finden keinen Platz in seiner Arbeit. Kritisiert wurde er v.a. für das Auslassen naturwissenschaftlicher Errungenschaften. Damit findet sich in Bildung nichts über die Erfindung des Rads oder der Glühbirne. Aber dafür gibt es dann andere Bücher - welche, das verrate ich später!